Richtig lüften in der Energiekriese
Die 3 schlimmsten Fehler beim Lüften

Richtig lüften in der Energiekrise.
Die Energiekriese ist in aller Munde. Aber schaden wir damit nicht unserer Gesundheit und ist das alles überzogen?
Mich würde Ihre Meinung dazu interessieren und wie Sie das handhaben. Wir haben schon die ersten Kunden, die Schäden an Ihren Möbeln durch Verzug an Schranktüren melden. Bei über 80% Luftfeuchtigkeit im Zimmer ein Problem für Möbel und vor allem für Ihre Gesundheit.
Sehen Sie sich auch das Bild aus dem ASHRAE Jurnal dazu an unter diesem Beitrag.
Hier sehen Sie das sich Bakterien, Viren und Pilze am wohlsten fühlen, wenn die Luftfeuchtigkeit über 60% steigt. Ich gehe jede Wette ein, das Sie Morgens über 70% Luftfeuchte in Ihrem Schlafzimmer haben und wenn Sie nicht lüften bleibt die so hoch.
Auch Allergien, Asthma und chemische Wechselwirkungen, was auch immer das ist, werden begünstigt. Vielleicht kann mir jemand den Begriff chemische Wechselwirkungen erklären. Habe ich so noch nie gehört.
Auch bei zu trockener Luft haben wir ähnliche Probleme, wie Sie auf der Grafik sehen können. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60%. Die können Sie leicht mit einem handelsüblichen Hygrometer herausfinden für ein paar Euro. Das sollte es Ihnen Ihre Gesundheit wert sein.
Nehmen Sie am besten einen digitalen Hygrometer mit Speicherfunktion und Temperaturanzeige. So sehen Sie auch die höchsten und niedrigsten Werte die im Raum waren oder sind.
Die Hysterie und Kostenangst sind bei vielen Menschen sehr groß. Dies wird auch das Heizen und Lüften der Wohnräume und Schlafzimmer betreffen.
Richtig lüften im Winter 2022/2023: Im Winter geht es darum, die warme und damit feuchte Luft in der Wohnung, möglichst schnell hinauszubekommen.
Das wird vielen Menschen in Zeiten der stark gestiegenen Energiekosten komisch vorkommen. Aber das Lüften ist sehr wichtig, da die warme Luft in den Zimmern viel Feuchtigkeit trägt und sich diese Feuchtigkeit dann nicht an kalten Außenwänden oder Fensterrahmen, Fensterlaibungen als Kondenswasser niederschlagen kann und dem Schimmelpilz einen Nährboden bereitet.
Zum Lüften ist am besten die Stoß- und/oder Zuglüftung geeignet. Dabei gelangen große Mengen an feuchter, warmer Luft nach draußen und kalte trockene Luft strömt herein. Die wärmt sich relativ schnell auf und kann wieder Feuchtigkeit speichern.
Drei bis viermal täglich wenige Minuten auf diese Art lüften reicht im Normalfall. Jeder sollte jetzt die Luftfeuchtigkeit und Temperatur mit einem kombinierten Thermometer und Hydrometer kontrollieren und sich je nach den Werten verhalten! Wir erreichen das mit 10 Minuten ganz offenem Fenster in Schlafzimmer und Bad, damit ein Durchzug entsteht. So fällt die Luftfeuchtigkeit von 72% nach der Nacht ruckzuck auf 50% die wir dann Tagsüber halten ohne weiter zu lüften.
Der schlimmste Fehler im Winter sind gekippte Fenster. Dadurch kühlen die Wände, Fensterlaibungen, Möbel und Betten ab und feuchte Raumluft kann sich leicht niederschlagen. Schimmel in den Ecken der Zimmer und oberhalb der Fenster ist damit vorprogrammiert.
Ein weiterer großer Fehler dürfte ab heuer sein, dass man aus Kostengründen die Heizung im Schlafzimmer ausschaltet und versuchen wird, mit der warmen und feuchten Luft aus dem Wohnzimmer das Schlafzimmer aufzuwärmen. Dann passiert genau das, was man vermeiden soll. Im kalten, weil nicht beheizte Schlafzimmer schlägt sich die Feuchtigkeit der warmen Luft aus dem Wohnzimmer auf die dann kalten Außenwände und Fensterrahmen, Fensterlaibungen und Bettwaren als Kondenswasser nieder und dem Schimmelpilz wird einen Nährboden bereitet.
Es macht aus mehreren Gründen keinen Sinn, bei der Beheizung des Schlafraumes zu sparen: Ist der Schlafraum oftmals der kleinste Raum in Haus und benötigt dadurch schon wenig Heizenergie.
- Eine angewärmte Atemluft beruhigt den Kreislauf und man schläft tief und fest.
- Bei 16 - 20° und ca. 40 – 60% Luftfeuchtigkeit wird man in den seltensten Fällen beim Schlafen ins Schwitzen oder Frieren kommen.
- Dieser Artikel ist entstanden durch einen Impuls von unserem Freund und Schlafberater Ludwig Völk aus Schongau.
