Schnarchen in der Nacht
Was hilft beim schnarchen?

Wer schnarcht, bemerkt das oft selbst gar nicht. Trotzdem kann es für den Betroffenen und besonders für den Partner zu schwerwiegenden Auswirkungen kommen, weshalb es wichtig ist, dem Problem auf den Grund zu gehen.
Beim Schnarchen handelt es sich zunächst um ein Atemgeräusch. Dieses wird dadurch verursacht, dass sich Rachen- und Zungenmuskulatur im Schlaf entspannen, die oberen Luftwege sich somit verengen und Weichteile das Vibrieren anfangen. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: Vergrößerte Mandeln, Gaumenzäpfchen, Übergewicht, Verkrümmungen der Nasenscheidewand, Allergien, eine Erkältung oder auch die falsche Schlafposition können in Schnarchen resultieren. Besonders auf dem Rücken ist das Schnarchrisiko erhöht, da dabei die Zunge leicht nach hinten fällt und die Atemwege einschränkt. Auch der Konsum von Schlafmitteln oder Alkohol kann ein Auslöser sein, diese Mittel führen nämlich zu einer übermäßigen Entspannung der Muskulatur, was das Schnarchen begünstigt.
Man unterscheidet zudem zwischen dem normalen Schnarchen und der sogenannten obstruktiven Schlafapnoe. Bei dieser kommt es zu vermehrten Atemaussetzern während des Schlafs, welche von lautem, unregelmäßigem Schnarchen und starkem Schwitzen begleitet werden. Es kommt dabei zu einer mangelnden Sauerstoffversorgung des Gehirns, welche schwerwiegende Folgen haben kann. In diesem Fall sollte also unbedingt eine ärztliche Behandlung erfolgen.
Die Risiken von Schnarchen sind vielfältig:
Für den Partner schlägt sich die nächtliche Störung besonders in Schlafproblemen und einem erhöhten Stressniveau nieder. Unausgeruhtheit, tägliche Müdigkeit sowie ein erhöhtes Konfliktpotenzial in der Beziehung sind die Folge.
Die Betroffenen selbst hingegen klagen häufig über einen trockenen Mund nach dem Aufwachen, nächtliches Schwitzen oder morgendliche Kopfschmerzen. Bei der Schlafapnoe beschleunigt sich zudem durch den damit einhergehenden Sauerstoffmangel der Herzschlag. Das stört die Tiefschlafphase und führt am Folgetag zu Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten, auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich so.
Es gibt allerdings Abhilfe. Je nach Ursache des Schnarchens, kann gezielt gegengewirkt werden.
Ist das Schnarchen auf Alkohol oder Schlafmittel zurückzuführen, sollte auf diese verzichtet werden. Bei Übergewicht empfiehlt sich eine Gewichtsreduktion. Dies ist nicht nur für den Schlaf, sondern auch generell für die Gesundheit gut. Wer in Rückenlage schnarcht, dem kann ein sogenanntes Seitenschläferkissen helfen. Um generell einen guten Schlaf zu gewährleisten, sollte zudem auf regelmäßige Bewegung, einen gleichmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus mit geregelten Zubettgehzeiten, sowie den (insbesondere abendlichen) Verzicht auf Koffein oder Nikotin geachtet werden.
Bei Verkrümmungen der Nasenscheidewand oder chronischen Entzündungen kann auch eine Operation Abhilfe schaffen. Es kann sinnvoll sein, das Schnarchen mit einem Arzt abzuklären. Falls Sie den Verdacht haben, an einer Schlafapnoe zu leiden, sollten Sie dies auf jeden Fall tun, um Folgeschäden zu vermeiden.
Übrigens: Studien zufolge lässt sich das Schnarchen nicht am Geschlecht festmachen – Frauen und Männer schnarchen somit ungefähr gleich oft.
Dies ist ein Schlaftipp vom Naturschlafexperten Georg Niebler.