Sorgen vor dem Schlaf

Sorgen vor dem Schlaf

Was tun, wenn der Kopf noch nicht schlafen will?

Sicher kennen Sie es auch: Sie sind müde und erschöpft von einem anstrengenden Tag, liegen im Bett und wollen schlafen. Leider hat ihr Gehirn andere Pläne und beginnt stattdessen, sich bereits Gedanken über den nächsten Tag zu machen, die Ereignisse von heute noch einmal umzuwälzen oder sich über die verschiedensten Dinge zu sorgen. Und kaum hat man damit einmal angefangen, ist es manchmal kaum mehr zu stoppen. Unsere Gedanken kreisen und halten uns vom Schlafen ab.

Noch schlimmer wird die Situation, wenn wir jetzt auf die Uhr sehen und feststellen, dass wir statt den geplanten acht Stunden Schlaf nur noch sechs haben. Schon machen wir uns noch mehr Sorgen, weil mir morgen sicher müde sein werden. Das geht einher mit Nervosität und Frustration.

In dieser Situation ist es deshalb wichtig, dass Sie gar nicht erst auf die Uhr sehen. Am besten drehen Sie den Wecker einfach vor dem Schlafen gehen um, sodass Sie auch gar nicht in Versuchung geraten, nach der Uhrzeit zu sehen.

Versuchen Sie auch, entspannt zu bleiben und die Situation zu akzeptieren. Wenn Sie sich Sorgen über das Einschlafen selbst machen und es erzwingen wollen, wird es vermutlich erst recht nicht gelingen. Lesen Sie doch stattdessen bei schwachem Licht noch ein paar Seiten in einem Buch, oder machen Sie sich einen Tee. Am besten beruhigende Sorten wie Baldrian, Lavendel, oder spezielle Schlaftees. Auch warme Milch mit Honig kann helfen, da sie ein angenehmes Sättigungsgefühl verursacht, welches wiederum entspannend wirkt.

Wenn Ihre Gedanken und Sorgen sie jetzt immer noch nicht schlafen lassen, kann es auch helfen, diese aufzuschreiben. Nehmen Sie sich einen Stift und ein Blatt Papier oder auch ein Notizbuch und schrieben Sie alles auf, was Ihnen gerade im Kopf herumgeistert. So sind die Gedanken aus ihrem Kopf und Sie können sich wenn nötig am nächsten Tag mit ihnen befassen. Wenn es sich vermeiden lässt, sollten Sie darauf verzichten, das Aufschreiben an Ihrem Handy oder Tablet zu erledigen. Das blaue Licht des Displays kann unseren Schlaf nämlich ebenfalls stören, da es uns wacher macht.

Falls auch das nicht hilft, bleibt als Alternative immer noch das gute alte „Schäfchenzählen“. Dieses kann wirklich funktionieren! Wenn Sie sich nämlich auf das Zählen der Schäfchen konzentrieren, geraten ihre Gedanken und Sorgen automatisch in den Hintergrund und sie können irgendwann einschlafen. Natürlich können Sie auch andere Gegenstände zählen. Oder stellen Sie sich doch etwas vor, das Sie beruhigt – vielleicht Meeresrauschen oder Grillenzirpen im Sommer?

Als letzten Tipp gibt es noch eine Abkürzung zum Tiefschlaf: Die 4-7-8-Atmung

Positionieren Sie ihre Zunge so, dass Ihre Zunge direkt über den Vorderzähnen den Gaumen berührt. Dort soll sie während der Übung bleiben.

Atmen sie vollständig und hörbar durch den Mund aus.
Schließen Sie jetzt den Mund und atmen Sie langsam durch die Nase ein. Zählen Sie dabei im Kopf bis vier.

Halten Sie jetzt den Atem an und zählen Sie bis sieben.

Anschließend atmen Sie vollständig und hörbar aus und zählen dabei bis acht.
Wiederholen Sie diese Abfolge insgesamt viermal.

Dies ist ein Schlaftipp vom Naturschlafexperten Georg Niebler.